Wechselatmung bei Angst
Wenn Angst dich aufgekratzt und zerstreut macht, gibt dir die Wechselatmung eine einzige, einfache Aufgabe – und schon das beginnt, die Dinge zu beruhigen.
Was ist Wechselatmung?
Wechselatmung – im Yoga Nadi Shodhana – heißt, durch jeweils ein Nasenloch zu atmen und mit jedem Atemzug die Seite zu wechseln. Sie ist langsam und bewusst und verlängert deinen Atem ganz natürlich, was der Hauptgrund für ihre beruhigende Wirkung ist.
So geht's, Schritt für Schritt
- Leg die linke Hand in den Schoß und führe die rechte Hand zur Nase.
- Verschließe das rechte Nasenloch mit dem Daumen und atme langsam durch das linke ein.
- Verschließe das linke Nasenloch mit dem Ringfinger, gib das rechte frei und atme durch das rechte aus.
- Atme durch das rechte ein. Dann verschließe es, gib das linke frei und atme durch das linke aus.
- Das ist eine Runde. Fahr zwei bis fünf Minuten fort und beende mit einem Ausatmen durch das linke Nasenloch.
Warum sie bei Angst hilft
Zwei Gründe. Erstens erzwingt die Mechanik ein langsames, gleichmäßiges Atmen, das das Nervensystem beruhigt. Zweitens verdrängt der geforderte Fokus das ängstliche Grübeln – es ist wirklich schwer, sich hineinzusteigern und zugleich seine Nasenlöcher im Blick zu behalten.
Wann du sie einsetzt
Sie ist ideal, wenn du aufgedreht, aber nicht in akuter Panik bist: vor dem Schlafen, vor einem stressigen Ereignis oder immer, wenn dein Kopf nicht abschalten will. Wenn du mitten in einer Panik steckst, greif zuerst zu etwas Schnellerem – wie dem physiologischen Seufzer – und komm dann hierher zurück, um ruhig zu bleiben.
Brauchst du es sofort? Öffne die Schnellstart-Seite: Die beste Atemübung gegen Angst.